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Modul 1: Die verlorene Spielkindheit

Warum Kinder Freiheit brauchen, um psychisch gesund zu werden

Leitgedanke:
Kinder entwickeln Resilienz nicht durch permanente Absicherung — sondern durch reale Erfahrungen von Spiel, Risiko, Konflikt und Selbstwirksamkeit.

Modul 1 beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Kindheit in den letzten Jahrzehnten verändert hat und welche Auswirkungen dies auf die Entwicklung von Kindern hat.

Im Mittelpunkt stehen der historische Wandel von Kindheit, der zunehmende Verlust autonomer Erfahrungsräume sowie gesellschaftliche Entwicklungen wie Überbehütung und ein wachsendes Sicherheitsdenken. Darauf aufbauend wird erläutert, warum freies Spiel aus entwicklungspsychologischer und neurobiologischer Sicht eine zentrale Voraussetzung für gesunde Entwicklung ist.

Themen wie Selbstwirksamkeit, Risikoerfahrungen, Resilienz, Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz werden dabei praxisnah eingeordnet. Außerdem werden die psychologischen Folgen einer stark kontrollierten und überbehüteten Kindheit beleuchtet, darunter Angstentwicklung, emotionale Fragilität, geringe Selbstregulation und die Abhängigkeit von äußerer Kontrolle.

Abschließend richtet sich der Blick auf die pädagogische Praxis: Wie können Kinder wieder mehr eigenständige Erfahrungsräume erhalten? Welche Rolle spielen Familie, Schule und pädagogische Fachkräfte dabei? Ergänzt wird das Modul durch konkrete Praxisideen und gemeinsame Reflexionen.

Ziele des Moduls:
Die Teilnehmer*innen...

  • verstehen die Bedeutung freien Spiels für die psychische Entwicklung,
  • erkennen die Folgen moderner Überbehütung,
  • reflektieren eigene pädagogische Haltungen,
  • entwickeln Ideen für entwicklungsfördernde Erfahrungsräume.

Zeitstruktur (09:00 – 16:30 Uhr):

  • 09:00 – 10:30 Uhr: Kindheit früher – Kindheit heute
    Historischer Wandel von Kindheit, Verlust autonomer Erfahrungsräume, Sicherheitsgesellschaft und Überbehütung.
  • 10:45 – 12:15 Uhr: Warum freies Spiel biologisch notwendig ist
    Spiel als Entwicklungsprogramm, Neurobiologie von Selbstwirksamkeit, Risiko und Resilienz, Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz.
  • 13:15 – 14:45 Uhr: Die psychologischen Folgen überbehüteter Kindheit
    Angstentwicklung, emotionale Fragilität, geringe Selbstregulation, Abhängigkeit von äußerer Kontrolle.
  • 15:00 – 16:30 Uhr: Pädagogische Praxis
    Wie entstehen autonome Erfahrungsräume?, Rolle von Schule und Familie, konkrete Praxisideen und Gruppenreflexion.
Kursleitung Dieser Kurs wird geleitet von
Carsten Thiele
Carsten Thiele
  • Verhaltenstherapeut für Kinder u. Jugendliche
  • Studium der Pädagogik und Psychologie
  • Betriebswirt, Theologe
Termin
Dienstag, 15.09.2026
Gruppengröße
8 – 12 Teilnehmer*innen
Standort
chi.pa Akademie
Spichernstraße 11a
30161 Hannover
Kursgebühr pro Person
240,00 
Die Preise für Gruppen finden Sie hier.